Podlove Publisher Plugin für WordPress (5): Module

Podlove ist ein sehr umfangreiches Plugin, das uns sehr viele Einstellmöglichkeiten bietet. Einige davon kannst Du gezielt ein- oder ausschalten und das ist im Menü „Module“-Menü möglich. Einige Dinge sind für den Betrieb Deines Podcasts wichtiger als andere und dann gibt es Einstellungen, die nur bei bestimmten Podcastformaten überhaupt sinnvoll sind. Welche das sind und wofür Du die Module jeweils brauchst, erkläre ich in diesem Artikel.

Social & Donations

Wenn Du für Deinen Podcast eigene Social Media-Kanäle angelegt hast und/oder Spenden Deiner Hörer an den Podcast insgesamt (also nicht an einzelne Beteiligte) sammeln möchtest, dann brauchst Du dieses Plugin. Es schaltet den gleichnamigen Reiter im Menü „Podcast-Einstellungen“ ein. Dort kannst Du die Social Media- und Spenden-Accounts Deines Podcasts eintragen. Über Podlove-Templates kannst Du sie später im Blog anzeigen.

oEmbed-Support

Sorgt dafür, dass Deine Podcastepisode per Link irgendwo anders eingebunden werden kann. Beispiel: Du veröffentlichst etwas, ich finde es gut und möchte darüber in meinem Blog etwas schreiben. Also füge ich lediglich den Link in mein WordPress ein und bin fertig. Das funktioniert mit Tweets, einigen Facebook-Posts, Youtubevideos und jetzt auch mit Deinem Podcast.

Seasons

Für manche Podcasts kann es sinnvoll sein, die Episoden in Staffeln zu gliedern. Das betrifft hauptsächlich serielle Formate, bei denen die Episoden inhaltlich aufeinander aufbauen. Staffeln können aber auch dabei helfen, Sinnabschnitte im Podcast abzubilden. Bei „What’s in your pants?“ zum Beispiel haben wir die Episoden in Tobys Zeit vor der Hormontherapie, die Zeit zwischen dem Beginn der Hormontherapie und der OP sowie die Zeit nach der OP gegliedert.

Soundbite

Wenn Du diesen Haken setzt, kannst Du für jede Episode eine Zeitspanne festlegen, die repräsentativ für diese Episode steht. Podcastverzeichnisse können die als Teaser für die Episode nutzen und Du kannst daraus kleine Videos machen, die Du für Social Media nutzen kannst. Ich habe einen eigenen Artikel geschrieben, wie man diese Soundbites nutzen kann.

Transcripts

Transkripte werden in Zukunft immer wichtiger für Podcasts werden. Einerseits senken sie die Barriere für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen, weil sie mitlesen können was im Podcast gesagt wird. Andererseits steigern sie die Durchsuchbarkeit, weil die Episode zusätzlich zum Audio auch noch einmal als Text vorliegt. So richtig ausgereift ist die Erstellung von Transkripten allerdings noch nicht, wie die Verschriftlichung der Sendegarten-Episoden zeigt. Wo die Reise einmal hingehen kann, zeigt Tim im Forschergeist-Podcast:

Im Player kann man hier „Transkript“ anklicken und dann öffnet sich die Mitschrift der Episode. Der in dieser Sekunde gesprochene Text wird hier hervorgehoben und sogar einem Sprecher zugeordnet. Das Thema Transkripte wird in diesem Blog demnächst auch Thema werden, aber da muss ich mich noch reinfuchsen.

Shows

Neben Categories ist Shows das andere Modul mit dem man mehrere inhaltlich ähnliche Podcasts in einem WordPress betreiben kann. In der Szene ist es auch als das „Holgi-Feature“ bekannt, weil Holger Klein vehement nach so einer Möglichkeit verlangt hat und es seinetwegen eingebaut wurde. Er nutzt das für seine verschiedenen WRINT-Formate. Bei Shows kannst Du nur einen kleinen Teil unterschiedlicher Meta-Daten eingeben, einen komplett anderen Podcast solltest Du damit nicht betreiben wollen. Dafür lohnt sich eher ein eigenes Blog.

Contributors (Mitwirkende)

Das ungefähr wichtigste Modul für alle, die nicht alleine podcasten. Ehrlich, benutze das. Ich werde diesem Modul noch einen eigenen Artikel widmen, um das genauer zu erklären. Unter Contributors werden alle die Menschen zusammengefasst, die irgendwie an Deinem Podcast oder auch nur an einer einzelnen Episode beteiligt sind. Dank der Podlove-Templates kannst Du sie und ihre Beteiligung sehr schön darstellen und ihre anderen Projekte und Social Media-Kanäle verlinken. Für Jörn Schaars feinen Podcast nutze ich das Modul inzwischen, weil sich ab und zu auch mal Gäste in die Aufnahme schleichen. In allen anderen Produktionen halte ich persönlich dieses Modul für Pflicht, egal ob du allein podcastest oder mit Gästen, mit festen oder wechselnden Teammitgliedern.

Automatic Numbering

Ein sehr angenehmes Feature, das eine kleine Aufgabe für dich automatisiert. Wenn Du eine neue Episode anlegst, zählt dieses Modul die Episodennummer automatisch hoch und fügt sie an der richtigen Stelle ein.

Related Episodes

Halte ich für ein cooles Feature: Wenn Du Dich in Deinem Podcast auf eine oder mehrere andere Episoden beziehst und die noch einmal unkompliziert verlinken möchtest, ist „Related Episodes“ das Modul für Dich. Wie Du damit arbeiten und eine sehr coole Liste in Deine Episodenseite bekommst, erkläre ich in der Template-Artikelserie.

Categories

Mit diesem Modul kannst Du unterschiedliche Folgen in unterschiedliche Kategorien sortieren (z. B. Sport, Küche, Heimwerken oder Golf). Hörerinnen, die ausschließlich an Deinen Heimwerker-Tipps interessiert sind, können dann nur diese abonnieren, weil WordPress automatisch einen RSS-Feed für jede Kategorie erzeugt. Diese Option ist weniger mächtig als das Shows-Modul. Beide sind völlig ungeeignet, um inhaltlich komplett unterschiedliche Podcasts in einem Blog zu betreiben.

Shownotes

Dieses Modul erlaubt es dir, weiterführende Links in einer formatierbaren Liste einzufügen. Diese kannst du per Shortcode oder eigenem Podlove-Template in der Episodenbeschreibung anzeigen lassen. Die Alternative wäre, so eine Liste von Links mit den Mitteln des Gutenberg-Editors von WordPress zu erstellen. Der Vorteil an Podlove-Shownotes ist, dass bei Links zur Wikipedia ein kleines Wikipedia-Logo angezeigt wird. Die Freakshow nutzt dieses Feature, in Jörn Schaars feinem Podcast oder beim Haialarm füge ich die Links manuell ein – entscheide selbst, was dir mehr liegt.

Twitter Card Integration

Ein Thema mit dem ich mir hier später noch eingehender beschäftigen werde. Wenn Du den Prozess durchlaufen hast, sieht Dein Podcast bei Twitter noch ein bisschen hübscher aus.

Protected Feeds

Es mag Podcasts geben, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind. Das riesengroße Team der Akte Aurora hat zum Beispiel einen internen Podcast, in dem die Teammitglieder Neuigkeiten aus der Projektleitung erfahren. Mit diesem Modul kannst Du Deinen Podcast entsprechend konfigurieren, aber nur wenige Podcast-Apps unterstützen das auch.

Subscribe-Button

Mit dem Subscribe-Button gibst Du Deinen potentiellen Hörerinnen die Möglichkeit, Deinen Podcast mit wenigen Klicks zu abonnieren. Dieses Wunderwerk der Webentwicklung erkennt welche Podcast-Apps auf dem Smartphone der Nutzerin installiert sind und bietet eine Liste an. Danach wird der Feed direkt an die ausgewählte App übertragen und bäm hast Du eine neue Abonnentin. Mit anderen Worten: Ja, Du möchtest dieses Modul aktivieren und den Subscribe-Button in Deinem Blog einbinden. Und ähnlich wie beim Webplayer möchtest Du auch hier das Podlove-CDN verwenden.

Open Graph Integration

Open Graph Meta Tags steuern wie ein geteilter Link in Social Media dargestellt wird. Es ist sinnvoll dieses Modul zu aktivieren, damit Dein Podcast auch dann hübsch aussieht, wenn jemand die Links zu Deinen Episoden bei twitter teilt.

PubHubSubbub-Support

Erhöht die Chance, dass Dein Podcast gefunden wird und sorgt dafür, dass Dein Blog die angeschlossenen Dienste aktiv über eine neue Episode in Kenntnis setzt. Deine Hörerinnen kommen also etwas schneller in den Genuss einer neuen Episode. Ein anderer Dienst dafür ist Google WebSub.

Slacknotes

Wenn Du mit mehreren podcastest und Ihr den Chat-Client Slack dazu nutzt, um Eure Aufzeichnung vorzubereiten, dann kannst Du mit diesem Modul Dein WordPress mit Deinem Slack-Kanal verbinden und die Sendungsnotizen (Shownotes) direkt in die neue Episode importieren. Wenn ich Slack irgendwann einmal vollständig verstanden habe, werde ich dazu ein eigenes Tutorial erstellen.

Podlove Webplayer

Eingerichtet hast Du Deinen Player ja schon in Lektion 1 – aber eben nur, wenn dieses Modul aktiviert ist. Hier kannst Du zusätzlich noch festlegen, ob der Player aus Deinem Blog oder aus dem Podlove-CDN (Content Delivery Network) ausgeliefert werden soll. Letzteres hat den Vorteil, dass auch kleinere Updates am Webplayer 4 direkt bei Dir auf der Seite ausgespielt werden und Du nicht auf das nächste Podlove-Update warten musst. Wenn einmal Dein Player nicht angezeigt wird, könnte es daran liegen, dass es einen Fehler im CDN gab. In diesem Fall ist die Auslieferung über WordPress vielleicht eine Lösung.

Achtung: Mit Einführung des Webplayers 5 wird der Webplayer 4 nicht mehr weiterentwickelt. Der Webplayer 5 ist ein eigenes Plugin für WordPress und so umfangreich in seinen Funktionen, dass er demnächst eine eigene Artikelserie bekommen wird.

Asset Validation

Überprüft in regelmäßigen Abständen, ob die Dateien Deines Podcasts gefunden werden. Das Ergebnis wird im Podlove-Dashboard angezeigt und kann Dir helfen, Fehlern auf die Schliche zu kommen. Zumindest, wenn Du regelmäßig auf Dein Dashboard guckst.

Logging

Dieses Modul erhebt einige statistische Daten und schreibt diese auf die Übersichtsseite. Ich persönlich brauche dieses Modul nicht.

Import & Export

Eine Einstellung, die Du eigentlich nur brauchst, wenn Dein Podcast in ein anderes Blog umziehen soll. Standardmäßig ist das Modul eingeschaltet, Du kannst es aber auch erst vor einem Umzug einschalten, das funktioniert auch.

Title Migration

Erinnerst Du dich an das Mnemonic aus Lektion 1 dieser Reihe? Früher hat man das händisch in den Titel seiner Episode geschrieben. Heute möchte Apple das nicht mehr und wer sich an deren Konventionen halten wollte, hat das bei allen Episoden geändert. Je nach dem wie produktiv die Podcasts waren, war das eine langwierige und nervtötende Aufgabe. Deswegen haben die Podlove-Entwickler dieses Modul erstellt, das uns diese Arbeit abnahm. Inzwischen ist das Modul nur noch relevant, wenn Du nach Jahren endlich mal auf eine aktuelle Version updaten willst. Ansonsten kannst Du dieses Modul ignorieren.

Email-Notifications

Nur sinnvoll, wenn Du auch das Contributors-Modul aktivierst. Dieses Modul erlaubt Dir, eine Email an Gäste oder andere Beitragende zu verschicken, wenn eine Episode online geht, in der sie dabei sind. Das ist sinnvoll wenn Du Episoden mit langem Vorlauf aufzeichnest und Deine Gäste informieren möchtest, dass sie sich jetzt endlich mal hören können.

WordPress File Upload

An mehreren Stellen meiner Podlove-Tutorials schreibe ich, dass Du die Finger vom WordPress-Fileupload lassen sollst, weil das nur Chaos verursacht. Seit Version 3.7 des Publishers gibt es nun eine Funktion, die es ermöglicht auch den Fileupload von WordPress für Dein Audio zu nutzen. Weil das anders funktioniert, als mit Bildern, wird es dazu einen eigenen Artikel geben.

Migration

Wie der Name schon sagt: Wenn Du zuvor ein anderes Podcasting-Plugin benutzt hast und nun zu Podlove wechseln möchtest, findest Du hier Hilfe. Ich empfehle, Podlove zunächst komplett einzurichten und erst dann von einem anderen System herüber zu migrieren. Die genaue Arbeitsweise des Plugins werde ich später in einem gesonderten Artikel beschreiben.

Auphonic

Auphonic ist ein Dienst, der Dir einige Arbeit mit Deinem Audio abnimmt. Er gleicht Lautstärkeunterschiede zwischen einzelnen Sprecherinnen aus und eliminiert einige Arten von Nebengeräuschen. Die wichtigste Funktion ist aber in meinen Augen, dass Auphonic Dein Audio in alle Dateiformate kodiert, die Du gern hättest und auch gleich den Upload auf Deinen Server übernimmt. Ich werde mich in einer eigenen Artikelserie eingehend damit beschäftigen. Wenn Du den Dienst Auphonic nutzt, kannst Du hier ein entsprechendes Modul aktivieren und eine Verbindung zwischen Deinem Blog und Auphonic herstellen. Damit kannst Du Angaben zu Meta-Daten (dazu später mehr) komfortabel vom Blog zu Auphonic exportieren oder andersherum.

External Analytics

Wenn Du die Analysetools nutzt, die Dienste wie Podtrac oder Blubrry anbieten, kannst Du hier eine Schnittstelle aktivieren.

Podlove Publisher Plus

Dieser Dienst ist aktuell noch in der Beta-Phase. Podlove-Entwickler Eric will damit einen kostenpflichtigen Dienst anbieten, der einige spannende Zusatzfeatures für Dich bietet. Unter anderem kann dieser Dienst als ein so genannter „Feed-Proxy“ dienen, damit die Podcasts-Apps Deiner Hörerinnen nicht Dein Blog in die Knie zwingen, sondern von einem Server bedient werden, der mehr Last verträgt.

fyyd

Dieses Modul brauchst Du eigentlich nur einmal und dann nicht mehr. Wenn Du deinen Podcastfeed bei der Podcast-Suchmaschine fyyd eingereicht hast, kannst Du ihn mit Hilfe dieses Moduls dort auch Deinem Nutzeraccount zuordnen lassen. Das gibt Dir noch ein paar Einblicke und Einstellungen mehr. So kannst du zum Beispiel ein Beliebtheitsranking sehen oder festlegen, wie einzelne Episoden in fyyd dargestellt werden.

Weitere Lektionen:

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