Podlove Publisher Plugin für WordPress (3): Podcast-Feeds

Bei der Einrichtung Deines Podlove-Plugins kann einige Zeit ins Land gehen, weil dieses Tool so unglaublich mächtig ist. Es bietet einfach für jeden Quatsch eine Einstellung. Das ist grundsätzlich erstmal super, bei der ersten Installation hat man aber schnell das Gefühl, dass man erstmal alles doppelt machen muss. So wie in der heutigen Lektion, den Feeds Deines Podcasts.

Podcast-Feeds

Der Feed ist das was Deinen Podcast zu einem Podcast macht. Dadurch wirst Du abonnierbar und damit sind die Menschen, die Dich hören wollen, nicht mehr ausschließlich auf Dein Blog als Abspielstation angewiesen. Wir haben in den Podcast-Einstellungen und in den Episoden-Assets schon die Grundlagen dafür geschaffen, wie Podlove Deinen Feed befüllen sollen, jetzt sagen wir dem Plugin, welche Feeds es zur Verfügung stellen sollen und wo die eine oder andere Information dafür her kommt. Dazu klickst Du im Podlove-Menü auf „Podcast Feeds“ und findest zunächst eine leere Liste. Einen neuen Feed legst Du mit „Hinzufügen“ an.

Gehen wir das mal von oben nach unten durch:

„Mediendatei der Episode“ ist das Episoden-Asset, das Du vorhin angelegt hast. Ich habe hier MP3 ausgewählt, es ist sinnvoll nur für Audio- und Videoformate einen Feed zu erstellen.

Feedname kann alles sein, meinetwegen auch „Walter“, „Frikadellenschnitzel“ oder halt „MP3“. Letzteres mag einfallslos klingen, hilft Deinen Hörerinnen aber dabei zu erkennen, was sie da abonnieren.

Feednamen an den Podcasttitel anhängen bringt Dir exakt überhaupt keinen Vorteil und sieht auch noch blöd aus. Deine Hörerinnen müssen nach dem Abo nicht mehr wissen, welchen Deiner 17 Feeds sie ausgesucht haben. Wenn Du hier ein Häkchen setzt, wir das was Du als Feedname eingetragen hast, in Klammern dem Titel Deines Podcasts hinzugefügt. In meinem Fall würde dort also „Jörn Schaars feiner Podcast (MP3)“ stehen. Braucht niemand. Wirklich.

URL-Anpassung legt fest, wie ddr „Unified Ressource Locator“ (also die Adresse) Deines Feeds aussehen soll. Im Beispiel oben www.meine-url-ist-laenger-als-deine.de/mp3 oder halt /frikadellenschnitzel, wenn Dir das lieber ist.

Öffentlich sollte Deine Feed schon sein, wenn man ihn abonnieren soll, sprich wenn Du Hörerinnen haben möchtest. Du könntest natürlich einen eigenen Feed für einen speziellen Verwendungszweck anbieten, der nicht auf Deiner Website angezeigt werden soll. Theoretisch könntest Du ein Asset „MP3-Spotify“ erzeugen und einen entsprechenden nicht-öffentlichen Feed erstellen. Das würde es Dir ermöglichen, eine spezielle Spotify-Version mit versteckten Botschaften wie „Dieser Podcast klingt viel besser im freien Internet, Tod den Plattformen!“ zu veröffentlichen, den Du nur dort einträgst und nirgendwo sonst. Wie gesagt, theoretisch, das habe ich noch nicht ausprobiert und dieser Einfall kommt mir gerade erst beim Schreiben.

HTML-Inhalte einbeziehen oder nicht ist eine recht kontrovers diskutierte Frage. Ich persönlich finde ja, es reicht wenn nur ein zusammenfassender Text im Podcatcher der Hörerinnen auftaucht. Andere finden es super praktisch, wenn sie die Links aus den Shownotes nicht erst umständlich im Blog suchen müssen. Hier mal zwei Screenshots von meinem Podcatcher, die beide Varianten zeigen:

Links die Variante mit Zusammenfassung und HTML-Inhalten, rechts steht nur ein zusammenfassender Text

Am Ende ist es in meinen Augen ziemlich egal, ob Du da den Haken setzt oder nicht. Sobald Du diese Einstellung später änderst, wirkt sie sich auf alle Folgen aus.

Anzahl der Folgen begrenzen: Hier empfehle ich keine Beschränkung vorzunehmen, damit alle Deine Episoden immer im Feed verfügbar sind. Alles andere sorgt nur für Hörerinnenpost mit der immer gleichen Frage „Warum kann ich denn nur die neuesten 10 Folgen hören? Die elftneueste war so gut, die wollte ich meiner Freundin/Tochter/Bäckereifachverkäuferin zeigen und jetzt geht das nicht.“ Und das möchtest Du nicht.

Bleiben noch die Verzeichnis-Einstellungen und Feed-Proxy: Für den Anfang solltest Du hier alles so lassen wie es ist. Wenn Du Deine erste Episode online hast und Dein Feed bei Apple Podcasts gelistet ist, kannst Du hier Deine ID eingeben und so einen Link zu itunes generieren lassen.

Diese Einstellungen solltest Du nun für jedes Audio-Format wiederholen für das Du ein Asset angelegt hast.

Wenn Du alles gespeichert hast, kommst Du zuletzt wieder auf der Startseite der Feed-Einstellungen an. Dort kannst Du zuletzt noch globale Feed-Einstellungen vornehmen:

Die Anzahl der Einträge solltest Du auch hier nicht begrenzen, aus dem gleichen Grund wie oben schon erklärt.

Mit Episode Title legst Du fest woher Podlove den Titel der Episode nehmen soll, der im Feed erscheint. Du kannst wählen, ob das der Titel des begleitenden Blogposts oder der Episodentitel sein soll. Als dritte Option gibt es noch die Möglichkeit, eine Art Schablone für den Titel anzulegen. Wie die aussieht, steht direkt in der Zeile darunter:

Das Episode Title Template besteht an dieser Stelle nur aus Platzhaltern mit denen der Episodentitel automatisiert zusammengebaut werden kann. Sie heißen Mnemonic, Episodennummer, Staffelnummer und Episodentitel. Das Mnemonic hast Du schon in den Podcasteinstellungen festgelegt, zu möglichen Staffeln kommen wir noch und alles andere legst Du für jede Episode individuell fest. Das was da ab Werk steht, führt zu einer Ausgabe wie „JSFP240: Produktionsmarathon und Außenstudio“. Du könntest aber auch etwas wie „BRMPFT S01E093: Frikadellenschnitzel“ bauen.

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